Dreiecksgeschichte

Dänemark: näher, als man denkt
Der Fehmarnbelt-Tunnel

Mit der Vereinbarung über den Bau einer festen Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und Dänemark im Staatsvertrag von 2008 haben sich beide Länder zur Umsetzung eines der größten und bedeutendsten Infrasturkturprojekte in Nordeuropa entschlossen. 

Auch wenn sich der ursprünglich straffe Zeitplan durch größere Planungsänderungen um einige Jahre nach hinten verschoben hat, steht eines doch fest: Er wird kommen, der Tunnel zwischen den Inseln Fehmarn und Lolland. Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2028 entsteht ein kompletter, neuer Verkehrskorridor. Die Fahrtzeiten zwischen Deutschland, Dänemark sowie dem restlichen Skandinavien verkürzen sich sowohl im Personen-, als auch im Güterverkehr erheblich. Zudem wird die Verbindung über die feste Querung zuverlässiger und bequemer. Europa rückt näher zusammen.

 

Quelle: Femern A/S

Was bringt die Fehmarnbeltquerung den Menschen und Unternehmen im Städteverbund?

Die Streckenführung der Hinterlandanbindung für den Schienenverkehr bringt bei der aktuell favorisierten Variante - über die neu zu bauende Verbindungskurve in Bad Kleinen - die Möglichkeit, die Anbindung des Bahnhofs Ludwigslust und damit der gesamten Region im Personenfernverkehr noch weiter zu verbessern. Auch neue, internationale Direktverbindungen sind denkbar.

Im Zusammenspiel mit der dann in voller Länge fertiggestellten Bundesautobahn A14 als neuer Nord-Süd-Achse und Entlastungsstrecke für den überlasteten Knoten Hamburg, rückt der Städteverbund zunehmend als internationale Verkehrsdrehscheibe in den Fokus - schon allein durch die neuen Verbindungen und die sich ändernden Verkehrsströme. Diesen Standortvorteil zu nutzen, heißt: Jetzt bereits auf die künftige Entwicklung vorbereitet sein!